Ein Leitfaden vom Garten bis in die Tasse:
1. Ernte: Der perfekte Zeitpunkt
Der Gehalt an ätherischen Ölen ist entscheidend für den Geschmack.
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Tageszeit: Ernte am besten an einem sonnigen Vormittag, sobald der Tau getrocknet ist, aber bevor die Mittagshitze die Öle verdampfen lässt.
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Wachstumsphase: * Blattkräuter (Minze, Zitronenmelisse, Salbei): Kurz vor der Blüte ist das Aroma am intensivsten.
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Blüten (Kamille, Ringelblume): Wenn sie gerade frisch aufgeblüht sind.
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Schonung: Schneide die Kräuter mit einer scharfen Schere oder einem Messer. Vermeide es, die Blätter zu quetschen, da sonst die Zellen zerstört werden und wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen.
2. Trocknung: Den Sommer konservieren
Kräuter sollten niemals in der direkten Sonne getrocknet werden (sie bleichen aus und verlieren Aroma).
Methoden
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Lufttrocknung (Klassisch): Binde die Kräuter zu lockeren Sträußen zusammen und hänge sie kopfüber an einem schattigen, luftigen und trockenen Ort auf.
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Dörrautomat: Die schonendste Methode. Stelle ihn auf maximal 35°C bis 40°C ein, um die Wirkstoffe nicht zu “verkochen”.
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Backofen: Nur im Notfall. Die Tür einen Spalt offen lassen und die niedrigste Stufe wählen.
Wann sind sie fertig? Die Kräuter sind trocken, wenn sie bei Berührung “rascheln” und die Stiele bei Biegeversuchen glatt durchbrechen, statt sich zu biegen.
3. Lagerung: Dunkel und Trocken
Sobald die Kräuter trocken sind, sollten sie so schnell wie möglich verpackt werden.
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Ganze Blätter bevorzugen: Zerreibe die Kräuter erst kurz vor dem Aufgießen. Ganze Blätter halten ihr Aroma deutlich länger als klein geschnittene.
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Gefäße: Ideal sind dunkle Schraubgläser oder Teedosen aus Metall. Licht ist der größte Feind der Inhaltsstoffe.
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Ort: Ein kühler, dunkler und trockener Bereich.
4. Haltbarkeit
Richtig gelagerte Kräuter sind lange genießbar, verlieren aber mit der Zeit an Kraft.