Tomate

    27/08/2025

    Tomaten Pflanzen und Pflegen.


    1. Der Standort: “Heißer Kopf, feuchte Füße”

    • Licht: Tomaten sind Sonnenanbeter (mind. 6–8 Stunden direktes Licht). Im Waldgarten gehören sie in die Sonnenfalle am Südrand.

    • Schutz: Ein Dach (Tomatenhaus) ist ideal, um die Blätter vor Regen zu schützen (Prävention gegen Kraut- und Braunfäule).

    • Boden: Tiefgründig, locker und extrem nährstoffreich. Als Starkzehrer lieben sie eine Extraportion Kompost oder gut verrotteten Mist.


    2. Das Pflanzen: Tiefer ist besser

    • Zeitpunkt: Erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai), da Tomaten absolut keinen Frost vertragen.

    • Der Trick: Pflanze die Tomaten tiefer ein, als sie im Topf standen (bis zum ersten Blattpaar). Der Stängel bildet an der begrabenen Stelle zusätzliche “Adventivwurzeln”, was die Wasseraufnahme massiv verbessert.

    • Stütze: Setze direkt beim Pflanzen einen Stab oder ein Rankgerüst, um die Wurzeln später nicht zu verletzen.


    3. Die Pflege: Das 1×1 der Tomate

    A. Ausgeizen (Nur bei Stabtomaten)

    Entferne regelmäßig die kleinen Seitentriebe, die in den Blattachseln wachsen.

    • Warum? Damit die Pflanze ihre Energie in die Früchte und nicht in unnötiges Laub steckt.

    • Ausnahme: Wild- und Buschtomaten werden nicht ausgegeizt.

    B. Richtig Gießen

    • Niemals über die Blätter! Wasser nur direkt an den Fuß der Pflanze geben.

    • Regelmäßigkeit: Schwankungen bei der Wasserzufuhr führen zum Aufplatzen der Früchte. Eine dichte Mulchschicht (z. B. aus Beinwellblättern oder Gras-Klee-Schnitt) hält die Feuchtigkeit stabil.

    C. Düngen

    Nach ca. 4–6 Wochen ist der erste Hunger der Pflanze groß.

    • Hausmittel: Eine Brennessel-Beinwell-Jauche (1:10 verdünnt) ist der perfekte Dünger. Sie liefert Stickstoff für das Wachstum und Kalium für die Fruchtbildung.


    4. Mischkultur & Gilde

    Tomaten haben im System klare Vorlieben:

    • Gute Nachbarn: Basilikum (verbessert das Aroma), Knoblauch (schützt vor Pilzen), Tagetes (vertreibt Nematoden) und Petersilie.

    • Schlechte Nachbarn: Kartoffeln (übertragen die Krautfäule) und Fenchel.