Tomaten Pflanzen und Pflegen.
1. Der Standort: “Heißer Kopf, feuchte Füße”
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Licht: Tomaten sind Sonnenanbeter (mind. 6–8 Stunden direktes Licht). Im Waldgarten gehören sie in die Sonnenfalle am Südrand.
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Schutz: Ein Dach (Tomatenhaus) ist ideal, um die Blätter vor Regen zu schützen (Prävention gegen Kraut- und Braunfäule).
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Boden: Tiefgründig, locker und extrem nährstoffreich. Als Starkzehrer lieben sie eine Extraportion Kompost oder gut verrotteten Mist.
2. Das Pflanzen: Tiefer ist besser
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Zeitpunkt: Erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai), da Tomaten absolut keinen Frost vertragen.
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Der Trick: Pflanze die Tomaten tiefer ein, als sie im Topf standen (bis zum ersten Blattpaar). Der Stängel bildet an der begrabenen Stelle zusätzliche “Adventivwurzeln”, was die Wasseraufnahme massiv verbessert.
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Stütze: Setze direkt beim Pflanzen einen Stab oder ein Rankgerüst, um die Wurzeln später nicht zu verletzen.
3. Die Pflege: Das 1×1 der Tomate
A. Ausgeizen (Nur bei Stabtomaten)
Entferne regelmäßig die kleinen Seitentriebe, die in den Blattachseln wachsen.
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Warum? Damit die Pflanze ihre Energie in die Früchte und nicht in unnötiges Laub steckt.
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Ausnahme: Wild- und Buschtomaten werden nicht ausgegeizt.
B. Richtig Gießen
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Niemals über die Blätter! Wasser nur direkt an den Fuß der Pflanze geben.
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Regelmäßigkeit: Schwankungen bei der Wasserzufuhr führen zum Aufplatzen der Früchte. Eine dichte Mulchschicht (z. B. aus Beinwellblättern oder Gras-Klee-Schnitt) hält die Feuchtigkeit stabil.
C. Düngen
Nach ca. 4–6 Wochen ist der erste Hunger der Pflanze groß.
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Hausmittel: Eine Brennessel-Beinwell-Jauche (1:10 verdünnt) ist der perfekte Dünger. Sie liefert Stickstoff für das Wachstum und Kalium für die Fruchtbildung.
4. Mischkultur & Gilde
Tomaten haben im System klare Vorlieben:
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Gute Nachbarn: Basilikum (verbessert das Aroma), Knoblauch (schützt vor Pilzen), Tagetes (vertreibt Nematoden) und Petersilie.
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Schlechte Nachbarn: Kartoffeln (übertragen die Krautfäule) und Fenchel.