Diese Begriffe beschreiben, wie viele Nährstoffe (vor allem Stickstoff) eine Pflanze dem Boden während ihrer Wachstumsphase entzieht. In der Gartenplanung nutzt man dieses Wissen für die Fruchtfolge, damit der Boden nicht einseitig ausgelaugt wird.
Hier ist die Übersicht über die drei Kategorien:
1. Starkzehrer – Die “Hungrigen”
Diese Pflanzen benötigen extrem viele Nährstoffe, um ihre großen Früchte oder Blätter auszubilden. Ohne zusätzliche Düngung (Kompost, Hornspäne oder Mist) kümmern sie oft vor sich hin.
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Merkmale: Meist schnellwüchsig, bilden viel Biomasse oder große Früchte.
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Beispiele: Tomaten, Kürbis, Zucchini, Gurken, Kartoffeln und alle großen Kohlarten (Blumenkohl, Weißkohl).
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Düngung: Eine kräftige Kompostgabe vor dem Pflanzen und Nachdüngung während der Saison sind meist nötig.
2. Mittelzehrer – Die Genügsamen
Sie liegen genau in der Mitte. Sie brauchen zwar Nährstoffe, kommen aber oft mit dem aus, was die Starkzehrer im Boden übrig gelassen haben, sofern man ein wenig Kompost beimischt.
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Merkmale: Moderater Wuchs, weniger extrem in der Fruchtbildung.
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Beispiele: Karotten (Möhren), Salat, Kohlrabi, Rote Bete, Zwiebeln, Erdbeeren und Spinat.
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Düngung: Eine leichte Startdüngung mit Kompost reicht meist für die ganze Saison aus.
3. Schwachzehrer – Die Bescheidenen
Diese Pflanzen brauchen sehr wenig Stickstoff. Zu viel Dünger kann ihnen sogar schaden, indem sie anfälliger für Krankheiten werden oder ihr Aroma verlieren.
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Merkmale: Oft sehr robust, einige (wie Bohnen) “düngen” den Boden sogar selbst.
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Beispiele: Radieschen, Feldsalat, die meisten Küchenkräuter (Thymian, Rosmarin), Erbsen und Bohnen.
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Düngung: In der Regel gar keine zusätzliche Düngung erforderlich.
Die ideale Fruchtfolge im Beet
Um deinen Boden gesund zu halten, solltest Du die Pflanzen über die Jahre rotieren lassen. Ein typischer 4-Jahres-Plan sieht so aus: